Shivling, 6.543
Expedition
7.9. – 7.10.2017

Aug 31, 2017

HEILIGE BERGE - INSPIRING MOUNTAINS 

Götterberg, Lingam Shiva’s, Matterhorn Peak,
heilige Quelle des Ganges, Pilgerstätte.

 

Shivling

Der Shivling, das Matterhorn von Indien, zählt zu den formschönsten Bergen der Welt und steht im westlichen Garwhal Himalaya im nordindischen Bundesstaat Uttarkand. Benannt ist der heilige Berg nach dem hinduistischen Gott Shiva und gilt als Symbol für seine Schöpfungskraft.

 

Om Namah Shivaya - Shiva Mantra

Shiva (Sanskrit शिव Śiva [ɕɪʋʌ]; „Glückverheißender) ist einer der wichtigsten Götter des Hinduismus. Die Puranas, die heiligen Schriften des Hinduismus, bezeichnen Shiva als höchste Manifestation des Einen, weswegen er auch Mahadeva, „der große Gott“, genannt wird. Er ist der Gott der Gegensätze: auf der einen Seite bildet er mit Parvati und Ganesha die Heilige Familie, auf der anderen Seite erscheint er als großer Asket, Yogi und Einzelgänger. Verkörpert er einerseits die Zerstörung, sehen Gläubige in ihm gleichzeitig den allgegenwärtigen Gnädigen, der das schlechte Karma seiner Verehrer tilgt.

 
SHIVLING Expedition

Die Reise zum Shivling führt von Delhi Richtung Norden nach Rishikesh, Pilgerstadt und Yoga Capital of the World, am Fuße des Himalaya auf 372 Meter Höhe. Durch Rishikesh fließt der Ganges an dem die Gläubigen im Licht der Öllampen beten. Von dort geht es weiter hinauf, erst nach Uttarkashi auf 1.150 Meter und dann nach Gangotri, dem Wallfahrtsort und Ausgangspunkt des Trekkings auf 3.050 Meter Höhe.

Der Shivling liegt westlich des Gangotri-Gletschers, gegenüber der Bhagirathi-Gruppe. Nördlich entspringt auf rund 4.000 Meter Höhe der „heilige Fluss“ Bhagirathi, welcher den größten Zufluss des Ganges bildet. Das als „Gaumukh“ („Maul der Kuh“) bezeichnete Gletschertor des Gangotri-Gletschers gilt als Gangesquelle und ist Zielpunkt eines bekannten und häufig begangenen Pilgerwegs. Über diesen von Gangotri kommenden Pilgerweg erreichen wir das Basislager Tapovan auf 4.450 Meter Höhe auf einer Blumenwiese.

Von drei Seiten besteht der Shivling aus steilen Felswänden, nur die Westseite ist flach genug um Firnflanken zu bilden. Wir werden den Spuren der Erstbegeher, Hukam Singh, Laxman Singh und den Sherpas Dorje, Pemba Tharkay, Pasang Tsering und Ang Tharkay - Teilnehmern einer Expedition der indisch-tibetischen Grenzpolizei von 1974 – folgen und vom Basislager Tapovan über die Westwand und den Westgrat in ein Col zwischen den Zwillingsgipfeln und von dort über ein Couloir auf den Hauptgipfel aufsteigen. 

 
Ganga - der heilige Fluss Indiens

Laut der hinduistischen Mythologie meditierte der legendäre Weise Bhagiratha tausend Jahre lang. Gott Shiva sah dies und gewährte dem Weisen einen Wunsch. Der erbat sich die Niederkunft des himmlischen Flusses Ganga, damit die Erde fruchtbar und ertragreich werde. Seitdem steht die Flussgöttin Ganga für Wohlstand, Gesundheit, Erlösung und Überfluss. Sie gilt als Urbild aller Flüsse Indiens, da laut der Mythologie alle anderen Flüsse von Ganga abstammen. In naher Umgebung zur Quelle leben asketische Sadhus, die meditieren und täglich ein Bad in den eiskalten Wassern zur Reinwaschung von Sünden nehmen.

 

Shiva-Parvati-Ganesha
Shiva - Parvati - Ganesha

Einer Legende nach ging Shiva zum Meditieren auf den Kailash und ließ seine Frau Parvati allein zu Hause zurück. Diese wurde von zahlreichen Verehrern belästigt. Darauf schuf Parvati Ganesha. Sie formte aus dem Lehm, mit dem sie ihren Körper eingerieben hatte, einen kleinen Buben, übergoss ihn mit Gangeswasser und erweckte ihn so zum Leben. Sie gab ihm den Auftrag, keinen einzigen Mann an sie heranzulassen, und gab ihm die Oberherrschaft über die himmlischen Heerscharen. Shiva fiel nach Jahren ein, dass er über dem Meditieren seine Frau ganz vergessen hatte, und kehrte zu seinem Haus zurück. Dort stand Ganesha und verwehrte ihm den Eintritt. Das ließ sich Shiva nicht bieten, es kam zum Kampf, und Shiva schlug Ganesha den Kopf ab. Darüber war Parvati äußerst erbost: „Du hast meinen Sohn getötet, schau, dass Du wieder auf deinen Berg kommst! Ich will Dich nie wieder sehen!“ Da befahl Shiva seinen Dienern, den Kopf eines Lebewesens zu bringen, welches seinen Schlaf nach Norden richtet. Dieses Lebewesen war ein Elefant, und dessen Kopf setzte Shiva auf Ganeshas Rumpf, um ihn ins Leben zurückzubringen. Dadurch wurde Ganesha, der vorher nur Parvatis Sohn war, auch zum Sohne Shivas.

GANESHA

Ganesha (Sanskrit गणेश, „Herr der Scharen“) ist eine der beliebtesten Formen des Göttlichen im Hinduismus und einer der populärsten Götter Indiens überhaupt, der fast an jedem Straßenschrein verehrt wird. Er ist der Herr und Aufseher über Shivas Gefolge und der Vermittler zu seinem Vater und damit Götterbote. Ganesha wird als naschhafter, gnädiger, gütiger, freundlicher, humorvoller, jovialer, kluger, menschlicher und verspielter, schelmischer Gott vorgestellt, der oftmals Streiche spielt.

Quelle: Wikipedia und Wikiwand

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